Schön, dass ihr den Weg zu uns gefunden habt. Wir wünschen viel Spaß und eine gute Unterhaltung auf unserer Homepage.
Wenn es keine Tränen gäbe, hätte die Seele keinen Regenbogen!
Wir wünschen einen schönen Juni
Unser aktuelles Gästebuch!
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich in unserem Gästebuch eintragen würden.
Von unseren Internetfreunden Ingrid und Helmut mitShaila und Tim. Danke
Geschenk von Ans und Peter. Danke
Bild des Monats
Der Juni
Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt. Kaum schrieb man sechs Gedichte, ist schon ein halbes Jahr herum und fühlt sich als Geschichte.
Die Kirschen werden reif und rot, die süßen wie die sauern. Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub, so sehr wir es bedauern.
Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott. Aus Herrlichkeit wird Nahrung. Aus manchem, was das Herz erfuhr, wird, bestenfalls, Erfahrung.
Es wird und war. Es war und wird. Aus Kälbern werden Rinder Und weil's zur Jahreszeit gehört, aus Küssen kleine Kinder.
Die Vögel füttern ihre Brut und singen nur noch selten. So ist's bestellt in unsrer Welt, der besten aller Welten.
Spät tritt der Abend in den Park, mit Sternen auf der Weste. Glühwürmchen ziehn mit Lampions zu einem Gartenfeste.
Dort wird getrunken und gelacht. In vorgerückter Stunde tanzt dann der Abend mit der Nacht die kurze Ehrenrunde.
Am letzten Tische streiten sich ein Heide und ein Frommer, ob's Wunder oder keine gibt. Und nächstens wird es Sommer.
von Erich K ä s t n e r
Löwenzahn
Fliegen im Juni auf weißer Bahn flimmernde Monde vom Löwenzahn, liegst du versunken im Wiesenschaum, löschend der Monde flockenden Flaum.
Wenn du sie hauchend im Winde drehst, Kugel auf Kugel sich weiß zerbläst, Lampen, die stäubend im Sommer stehn, wo die Dochte noch wolliger wehn.
Leise segelt das Löwenzahnlicht über dein weißes Wiesengesicht, segelt wie eine Wimper blaß in das zottig wogende Gras.
Monde um Monde wehten ins Jahr, wehten wie Schnee auf Wange und Haar. Zeitlose Stunde, die mich verließ, da sich der Löwenzahn weiß zerblies.
von Peter Huchel
Sommer
Am Abend schweigt die Klage des Kuckucks im Wald. Tiefer neigt sich das Korn, der rote Mohn.
Schwarzes Gewitter droht über dem Hügel. Das alte Lied der Grille erstirbt im Feld.
Nimmer regt sich das Laub der Kastanie. Auf der Wendeltreppe rauscht dein Kleid.
Stille leuchtet die Kerze im dunklen Zimmer; eine silberne Hand löschte sie aus;
windstille, sternlose Nacht.
von Georg Trakl
Sommer
Singe, meine liebe Seele, Denn der Sommer lacht. Alle Farben sind voll Feuer, Alle Wett ist eine Scheuer, Alle Frucht ist aufgewacht.
Singe, meine liebe Seele, Denn das Glück ist da. Zwischen Ähren, welch ein Schreiten! Flimmernd tanzen alle Weiten, Gott singt selbst Hallelujah.
von Otto Julius Bierebaum
Sommer
Über die Heide ziehen Spinneweben Von Halm zu Halm ihr silberweißes Tuch, Am Himmelsrande weiße Wölkchen schweben Und weißes Wollgras wimpelt überm Bruch.
Es glüht die Luft wie ein Maschinenofen, Kein Menschenleben regt sich weit und breit, Der Baumpieper nur schmettert seine Strophen Und hoch im Blau der Mäusebussard schreit.
In rosa Heidekraut den Leib ich strecke, Das Taschentuch ich auf die Augen breit', Weit von mir ich die schlaffen Glieder recke Und dehne mich in süßer Müdigkeit.
O Grabesschlaf, wollüstiges Genießen! Wenn dieser müde Menschenleib verwest, Wenn die Atome auseinanderfließen Und Glied an Glied sich reckend, dehnend löst.
Bevor du dich um den Frieden der großen Welt bemühst, versuche zuerst einmal deine kleine Welt in Ordnung zu bringen. Das ist oft eine Lebensaufgabe.
Die Lebensregel von Baltimore
Dieser einzigartige Text stammt aus der Feder des amerikanischen Anwaltes Max Ehrmann (1872-1945). Wer zum ersten Mal diese zeitlos gültigen Zitate liest, dem wird es sicher nicht viel anders ergehen als mir: eine tiefe Berührung und Dankbarkeit stellt sich ein. Diese Worte strahlen eine Kraft aus, die unser Herz im tiefsten Innern sanft berührt. Man wird erfüllt von der untrüglichen Gewissheit, dass durch die Beherzigung auch nur eines Bruchteiles dieser „goldenen Lebensregeln“ das eigene Leben besser gelingen und man ganz einfach glücklicher und zufriedener leben könnte.
Geh deinen Weg gelassen im Lärm und in der Hektik dieser Zeit und behalte im Sinn den Frieden, der in der Stille wohnt. Bemühe dich mit allen Menschen auszukommen, soweit es dir möglich ist, ohne dich selbst aufzugeben. Sprich das, was du als wahr erkannt hast, gelassen und klar aus, und höre anderen Menschen zu, auch den Langweiligen und Unwissenden, denn auch sie haben etwas zu sagen.
Meide aufdringliche und aggressive Menschen, denn sie sind ein Ärgernis für den Geist. Vergleiche dich nicht mit anderen, denn es wird immer Menschen geben, die größer sind als du, und Menschen, die geringer sind. Erfreue dich an dem, was du schon erreicht hast, wie auch an deinen Plänen.
Bleibe an deinem beruflichen Fortkommen interessiert, wie bescheiden es auch sein mag; es ist ein echter Besitz in den Wechselfällen der Zeit. Sei vorsichtig in deinen geschäftlichen Angelegenheiten, denn die Welt ist voller Trug. Lass dich jedoch dadurch nicht blind machen für die Tugend, die dir begegnet. Viele Menschen haben hohe Ideale und wo du auch hinsiehst, ereignet sich im Leben Heldenhaftes.
Sei du selbst, und, was ganz wichtig ist, täusche keine Zuneigung vor. Hüte dich davor, der Liebe zynisch zu begegnen, denn trotz aller Dürreperioden und Enttäuschungen ist sie beständig wie das Gras.
Nimm den Rat, den dir die Lebensjahre geben, freundlich an, und lass mit Würde ab von dem, was zur Jugendzeit gehört. Stärke die Kraft deines Geistes, sodass sie dich schützt, wenn ein Schicksalsschlag dich trifft. Doch halte deine Phantasie im Zaum, damit sie dich nicht in Sorge versetzt. Viele Ängste wurzeln in Erschöpfung und Einsamkeit. Übe gesunde Selbstdisziplin, doch vor allem sei gut zu dir.
Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne: Du hast ein Recht, da zu sein. Und ob es dir nun bewusst ist oder nicht: Ganz sicher entfaltet sich das Universum so, wie es ihm bestimmt ist.
Lebe daher in Frieden mit Gott, wie auch immer du ihn dir vorstellst. Und worauf du deine Anstrengungen auch richtest, was es auch ist, das du erstrebst im lärmenden Durcheinander des Lebens, sei mit dir selbst im Reinen.
Trotz allen Trugs, aller Mühsal und aller zerbrochenen Träume ist die Welt doch wunderschön. Sei heiter. Strebe danach, glücklich zu sein.
Copyright:
Sollten wir auf unserer Homepage Copyright oder Urheberrechte verletzt haben,
bitten wir um Mitteilung. Wir werden die Grafiken, Texte oder mehr dergleichen